Eine echte (oder: richtig verstandene) Oekumene kann der Politik von Nutzen sein.
Es gibt bekanntlich immer wieder neue Krisenherde auf unserem Planeten, gewissermaßen lokale Infektionen, die irgendwann mit mehr oder weniger Hilfe ausheilen. Es gibt aber gegenwärtig eine sehr beunruhigende Strömung, die von den Regierungen vorwiegend mit Worten, teils auch mit Waffen bekämpft, aber nie an ihrer Quelle betrachtet wird: die Spannung zwischen Islamisten einerseits, Christen und Juden anderseits. Ausmaß und Stärke der Gewalt nehmen ständig zu, es ist nicht abzusehen, wohin das Ganze treibt.
Einen Hintergrund für diese Entwicklung bildet die gespannte Atmosphäre in den christlichen Ländern, die durch starke islamistische Einwanderung gekennzeichnet sind. Es ist leicht einzusehen, dass zwischen den Völkern keine Ruhe einkehren kann, so lange sie sich kulturell und vor allem religiös nicht näher kommen, was aber in keiner Weise durch behördliche Eingriffe oder Gesetze gefördert werden kann.
Wir sehen eine Möglichkeit der Einigung in der grundlegenden Neuorientierung auf religiöser Basis, vor allem einer veränderten Betrachtung der Person von Jesus Christus. Er gilt bisher bei Juden, Christen und Moslems als falscher Messias, als vor irgendwoher stammender Sohn Gottes oder als bloßer Prophet. Die Folge dieser Differenz – und der daran geknüpften Theorien – ist die gegenseitige Missachtung der Angehörigen der drei Religionen, als wären sie nicht alle Produkte des einen und einzigen Schöpfers. Es gibt nur einen Weg dieses Problem restlos auszuräumen, nämlich die Anerkennung von Jesus Christus als diesen Schöpfer selbst, der durch die Annahme einer menschlichen Erscheinung sich seinen Geschöpfen auf ganz neue Art präsentieren konnte. Gleichzeitig müssten alle dogmatischen Zutaten, die sich im Lauf der Jahrhunderte angesammelt haben, beiseite geschoben werden. Die heiligen Bücher, nämlich die beiden Testamente und der Koran, genügen vollauf, den Menschen die wesentlichste Aussage der Religionen klar zu machen: wie sie ein persönliches Verhältnis zu ihrem Schöpfer finden und entwickeln können.
Menschen mit solchem Hintergrund würden sich gegenseitig achten und als Schwestern und Brüder akzeptieren, egal welcher Geschichte und Kultur sie und ihre Vorfahren verpflichtet sind. Es gäbe keine Heiden oder Ungläubige, ein Dschihad verlöre seinen Sinn, die Terroristen fänden keinen Nachwuchs mehr, denn auch die Vorstellung einer Weltreligion entpuppte sich als unrealistisch und unnötig. So würde erst einmal der Weltfriede gestützt und es könnten wichtige Energien für die Lösung der immer noch recht zahlreichen politischen und wirtschaftlichen Aufgaben frei gemacht werden.
Wer diese Gedanken lediglich als Utopie im Sinn des Kommunismus abstempeln möchte, ist mit Fug und Recht als zukünftiges Opfer einer unheilvollen Entwicklung zu betrachten.